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01.02.2018Im FokusEmile Parisien

2017: Das Jahr des Emile Parisien

2017 war DAS Jahr für den französischen Sopransaxofonisten Emile Parisien. Kein Jazzkünstler wurde in seinem Heimatland und auch über dessen Grenzen hinaus derart prominent ausgezeichnet, kaum ein europäischer Jazzmusiker spielteso häufig auf den großen Jazzfestivals und den renommierten Konzersälen. Und Emile Parisien gilt inzwischen weithin als der wichtigste Innovator und prägnanteste Stilist des Sopransaxofons.
 
Die Jazz thing brachte es gleich Anfang des Jahres auf den Punkt: „Wahnsinn, in welch kurzer Zeit sich Emile Parisien zu einem der einflussreichsten Musiker Frankreichs mauserte. ‚Sfumato‘ heißt das aktuelle Album des 34-Jährigen, der als Sopransaxofonist in seiner Generation weltweit keine Konkurrenz zu fürchten braucht. Das Werk wird seinen Donnerhall-Ruf noch weiter festigen.“. Und so kam es. Kurz nach Erscheinen wählten das französische Jazzmagazin „Jazz Magazine“ und das deutsche Musikmagazin „STEREO“ die Aufnahme „Sfumato“ zum Album des Jahres. Kurz darauf erhielt Emile Parisien mit dem Victoires du Jazz, dem Jazz-Ableger des wichtigsten französischen Musikpreises die Auszeichnung für das Album des Jahres. In Deutschland wurde er als Saxofonist des Jahres international mit dem ECHO Jazz ausgezeichnet. Und zum Jahresabschluss krönt „Jazz Magazine“ Emile Parisien zum Künstler des Jahres 2017. Deutschlandfunk Kultur nannte ihn einen „Superstar der Jazzszene in Frankreich.“ (Matthias Wegner), Fono Forum konstatiert: „Emile Parisien ist ein Fackelträger, der seinen magischen Sound des Sopransaxofons weiterträgt – in der Nachfolge von Sidney Bechet, Johnny Hodges, Steve Lacy, John Coltrane, Wayne Shorter und Evan Parker.“ (Karl Lippegaus) der britische „Guardian“ vergab extrem seltene fünf Sterne und nannte „Sfumato“ "An exhilarating genre-hop bubbling with captivating remakes of US and European jazz traditions. An exuberant album.“ (John Fordham). Und das renommierte französische Magazin „Télérama“ staunt: „Parisiens Einfallsreichtum und Energie sind schlicht atemberaubend.“ (Michel Contat)
 
Und auch live ist 2017 für Emile Parisien der bisherige Höhepunkt seiner jungen Karriere. Alleine in diesem Jahr spielte er an die 150 Konzerte, u.a. auf Festivals wie Jazz Sous Les Pommiers, Jazz dor Berlin, Bergen Jazz Festival, Elbjazz, Jazz Baltica, Montreux Jazz Festival, Jazz a Vienne, Umbria Jazz, London Jazz Festival, Rheingau Musik Festival, Jazzfest Viersen, Nancy Jazz Pulsations und in den renommiertesten klassischen Häusern wie Philharmonie Essen, Konzerthaus Wien, Elbphilharmonie oder Konzerhaus Berlin. Ein besonderer Höhepunkt im Konzertjahr 2017 war die Residency beim Jazzfestival Marciac. Dort, wo Parisien einst als Zuschauer seine Begeisterung für den Jazz entdeckte, war er in diesem Jahr als Artist in Residence eingeladen. Unvergesslich: Wynton Marsalis als Gastsolist in Parisiens „Sfumato“ Band. Und auch sonst scheint es, dass Parisien mit seinem so melodischen wie freien Spiel in jeder musikalischen Konstellation glänzen kann: Ob mit dem gefeierten europäischen Allstar-Quartett „Out of Land“ (Parisien / Peirani / Schaerer / Wollny), im Duo mit seinem musikalischen Bruder Vincent Peirani, zusammen mit lebenden Legenden wie Joachim Kühn, David Liebman und  Michel Portal oder dem Elektro-Avantgardisten Jeff Mills. Und eine ganz besondere Zusammenarbeit aus dem Jahr 2017 wird am 23. März 2018 als Album erscheinen: Emile Parisiens Zusammentreffen mit dem Michael Wollny Trio unter dem Titel „Wartburg“, aufgenommen eben dort, im Rahmen eines Konzertes anlässlich des 25-jährigen ACT Jubiläums.
 
Mit drei Alben in drei Jahren („Belle Epoque“ 2014 / „Spezial Snack“ 2015 / „Sfumato“ 2016) und im Alter von nur 35 Jahren hat sich Emile Parisienin atemberaubendem Tempo an die Weltspitze seines Instruments gespielt und macht klar: Europa hat einen neuen Jazz-Star.
 

 

  

 

 

 

 

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