14.05.2019Im FokusShalosh

Neuer ACT Künstler: SHALOSH

 
SHALOSH - hebräisch für Drei. Doch sagt dieser Name viel mehr aus, als das er nur auf ein Pianotrio verweist. Für die drei Israeli, den Pianisten Gadi Stern, Bassist David Michaeli und Schlagzeuger Matan Assayag ist SHALOSH mehr als nur eine Band, sondern ein Lebensprojekt. Oder wie Stern es sagt: “SHALOSH is not just a band, it’s an idea.”
 
SHALOSH kennt keinen Leader, die Musik wird zusammen erdacht. Für die drei ist diese Band ihr Lebensmittelpunkt. Vertraut sind sie sich nicht nur in der Musik, sondern auch im Leben: Stern und Assayag sind Kindheitsfreunde und ihre gemeinsame Geschichte beginnt in Jerusalem, wo sie mit der Band ‘Enoma Elish’ erstmals von sich hören machten. Als die beiden dann 2014 SHALOSH gründeten und nach einem Bassisten suchten, stieß Michaeli im Teenageralter dazu. Seitdem sind die drei unzertrennlich, haben ihren Lebensmittelpunkt nach Tel Aviv verlagert, wo sie in der Nachbarschaft wohnen und sich fast täglich treffen. SHALOSH ist schon fast eine Familienangelegenheit.
 
Diese intensive Beziehung hat SHALOSH zu einer eigenen musikalischen Vision verholfen. Zu Musik, wie sie nur möglich wird, wenn drei Jungs seit ihrem 16. Lebensjahr zusammen Songs schreiben. SHALOSH schwärmen für Nirvana, Brahms und The Bad Plus, und überspringen sämtliche Stilbarrieren. Sie sind Kinder der 90er und haben die Pop- und Rockmusik dieser Zeit assimiliert. Die Lautstärke des Rock und die Tanzbarkeit elektronischer Musik treffen auf die Sensibilität und den Gestaltungswillen studierter Jazz-Musiker. Von Einflüssen aus der klassischen Musik und des Mittleren Ostens ganz zu schweigen. SHALOSH macht Musik mit einer Sturm und Drang-Mentalität von Mitzwanzigern. Ihre sich ekstatisch steigernden Songs erzeugen eine spannungsgeladene Sogwirkung, wie ein wogendes, dann aufbrausendes Meer, das sich gleichwohl die Zeit nimmt, still zu stehen, um selbst in kontemplativer Schönheit zu baden.
 
SHALOSHs Musik ist somit ein Abbild ihrer Heimat Tel Aviv, einer bunten, toleranten aber auch ungestümen Stadt. Hier werden Grenzen neu ausgelotet, Übermut gefeiert, aber mit dem beruhigenden Meer an den Füßen. „onwards and upwards“ drückt dieses Lebensgefühl aus, als ein Spiegelbild der Lebenswirklichkeit dreier junger Männer in Israel.
  
„onwards and upwards“ startet gleich mit einem Paukenschlag: „After The War“ ist ein tief emotionaler Song von großer Aktualität. Gadi Stern: „Das Stück beschreibt den Wesenszustand eines Landes im Krieg. Vom schleichenden Beginn mit ihren selbstsüchtigen politischen Führern, die skrupellos und manipulativ agieren, über die explosive Stimmung kurz vor dem Ausbruch, bis hin zur Grausamkeit im Kriegszustand und schließlich dem melancholischen Nachwehen, wenn die Menschen realisieren, welches Unglück sie erfahren haben und wie sinnlos alles war.“ Als Israeli wissen SHALOSH genau, wovon sie sprechen. Aber das Stück ist keine Schwarzmalerei, denn es gibt Hoffnung für die drei, dass sich unsere Zivilisation zum Besseren wendet: „Das Stück heißt nach und nicht vor dem Krieg.“
 
Mit der Hommage „Tune For Mr. Ahmad Jamal“ würdigen sie einen großen Stilisten des Jazzpianos. Das Stück mit seinem swingenden Charakter fällt etwas aus dem Rahmen des Albums heraus, ist der SHALOSH-Sound doch grundsätzlich weit entfernt von jenem eines traditionellen Jazz-Piano-Trios. „Aber Jamals Trio hat uns stark beeinflusst und wir wollten ihm unbedingt Respekt zollen. Das Stück ist sehr verspielt und hat einen optimistischen Charakter. Genau das verbinden wir mit Jamals Musik.“ Eine Reminiszenz ist auch „Children of the 90´s“. Stern, Michaeli und Assayag werden hier nostalgisch und schwelgen in Erinnerungen an die Musik ihrer Jugend, indem sie den speziellen Sound und das Lebensgefühl dieser Ära in den SHALOSH-Kosmos überführen. Schließlich finden sich auch zwei Covernummern auf „onwards and upwards“. A-has „Take on Me“ und „You´ll Never Walk Alone“ aus dem Broadway-Musical „Carousel“ der 1940er Jahre. Der als Fußball-Hymne berühmt gewordene Song erhält in der rockigen, breakbeatartigen Instrumentalversion des Trios einen gänzlich anderen Charakter.
 
Letztendlich ist „onwards and upwards“ ein großer postmoderner Spaß, und schließlich ein Statement dafür, dass es immer weiter geht, im Leben, unserer Welt und natürlich in der Musik. Oder wie Gadi Stern es sagt: „Wir ruhen uns nicht auf dem Erreichten auf, sondern wollen mit SHALOSH immer wieder neue musikalische Abenteuer zu erleben.“

 
SHALOSH "onwards & upwards" Release-Tour:
 

16.05. 

Budapest

HU

Opus Jazz Club

18.05. 

Sibiu

RO

Sobiu Jazz Festival

19.05. 

Valjevo

RS

Jazz Festival

20.05. 

Bucharest

RO

Green Hours Jazz Club

23.05. 

Amsterdam

NL

Bimhuis

24.05. 

Amersfoort

NL

Amersfoort Jazz Festival

25.05. 

Amersfoort

NL

Amersfoort Jazz Festival

26.05. 

Amersfoort

NL

Amersfoort Jazz Festival

28.05. 

Olmütz

CZ

Tibet Jazz Club

30.05. 

Lake Balaton

HU

Babel Sound festival

01.06. 

Hamburg

DE

ElbJazz Festival

06.06. 

Klaipeda

LT

Klaipėda Castle Jazz Festival

07.06. 

Klaipeda

LT

Klaipėda Castle Jazz Festival

22.06. 

Tel Aviv

IL

Barby

28.06. 

Jekaterinburg

RU

Ural Music Night

29.06. 

Edenkoben

DE

Palatia Jazz

30.06. 

Lublin

PL

Inne Brzmienia Art’n’Music Festival

07.07. 

Luxembourg

LU

Apero's Jazz

19.07. 

Würzburg

DE

Hafensommer Würzburg

28.09. 

Schweinfurt

DE

Nachsommer Schweinfurt

17.10. 

Tübingen

DE

Jazz- und Klassiktage

19.10. 

Illingen

DE

Illinger Jazz Lounge

14.11. 

Krün

DE

Schloss Elmau

 

  
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